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ENDLICH #2
Ein fulminanter Abschiedsgruß - wahlweise auch ein augenzwinkerndes Debüt. Wie kommt man in die Geldbeutel, Kühlschränke und Köpfe der Münchner Kunstszene?
Man zwinge sie zu einem gemeinsamen Foto, drucke es zweimal aus, gebe ihnen eins mit nach Hause und baue aus den zweiten Ausdrucken eine ständig wachsendev Installation…ét - voilà!
Auf der Eröffnung spielt Rosanna Schumacher bei dieser Arbeit mit dem Geltungsbedürfniss eines aufstrebenden Künstlers, während der laufenden Ausstellung jedoch, geht es ihr auch um
Interaktion und Erfassung des täglichen Lebens im Zwischengeschoss der U-Bahnstation Universität.
Diese Arbeit steht in der Tradition ihres bisherigen Umgangs mit der Institution Kunstakademie, wie z.B. schon bei ihrem Projekt „Auftrag 27“ (die Überwachung des akademischen Geschehens/Jahresaustellung 2005) geht es um Dokumentation. Neu ist hierbei aber das Element der Selbstdarstellung, sinnfällig zur gewonnenen Debütantenförderung präsentiert sie sich somit der Öffentlichkeit und hält das Geschehen fotografisch fest - was wiederum ein Querverweis zu ihren skulpturalen Arbeiten darstellt, die meist aus gefundenem oder gesammeltem Material entstehen.
Während der 14tägigen Ausstellung in der AkademieGalerie kamen insgesamt 528 Fotos zusammen.
München 2009
Ein fulminanter Abschiedsgruß - wahlweise auch ein augenzwinkerndes Debüt. Wie kommt man in die Geldbeutel, Kühlschränke und Köpfe der Münchner Kunstszene?
Man zwinge sie zu einem gemeinsamen Foto, drucke es zweimal aus, gebe ihnen eins mit nach Hause und baue aus den zweiten Ausdrucken eine ständig wachsendev Installation…ét - voilà!
Auf der Eröffnung spielt Rosanna Schumacher bei dieser Arbeit mit dem Geltungsbedürfniss eines aufstrebenden Künstlers, während der laufenden Ausstellung jedoch, geht es ihr auch um
Interaktion und Erfassung des täglichen Lebens im Zwischengeschoss der U-Bahnstation Universität.
Diese Arbeit steht in der Tradition ihres bisherigen Umgangs mit der Institution Kunstakademie, wie z.B. schon bei ihrem Projekt „Auftrag 27“ (die Überwachung des akademischen Geschehens/Jahresaustellung 2005) geht es um Dokumentation. Neu ist hierbei aber das Element der Selbstdarstellung, sinnfällig zur gewonnenen Debütantenförderung präsentiert sie sich somit der Öffentlichkeit und hält das Geschehen fotografisch fest - was wiederum ein Querverweis zu ihren skulpturalen Arbeiten darstellt, die meist aus gefundenem oder gesammeltem Material entstehen.
Während der 14tägigen Ausstellung in der AkademieGalerie kamen insgesamt 528 Fotos zusammen.
München 2009
DIE LUSTIGE WELT DER KUNST
Mixed Media, Galerie Dina4 Projekte
In Zusammenarbeit mit Carsten Recksik
München 2007
Im Hinterhof der Galerie Dina4 in München befindet sich eine leerstehende Garage, die für temporäre Installationen, oft aber auch nur als Lagerplatz genutzt wird. Zwei Monate vor der Eröffnung einer Ausstellung des Bildhauers Axel Lieber in den Haupträumen der Galerie wurde diese Garage in eine Werkstatt umfunktioniert. Zwei junge Chinesen fertigten hier innerhalb dieser zwei Monate Werke der von der Galerie vertretenen Künstler in Serie. Werkzeuge, Arbeitskleidung, technische Zeichnugen und vor allem eine Reihe von Kopien der in der Galerie ausgestellten Kunstwerke zeugen von reger Tätigkeit. Parallel zur Ausstellung von Axel Lieber wurde dem interessierten Publikum Zutritt zu dieser Räumlichkeit gewährt.
THE FUNNY WORLD OF ART
Mixed Media, Galerie Dina4 Projekte
In collaboration with Carsten Recksik
Munich 2007
The empty garage in the backyard of Munich’s Dina4 Gallery doubles up as a space both for temporary installations and for storage. This garage was transformed into a workshop two months before an exhibition of Alex Lieber’s sculptures opened in the main gallery space. During the intervening two months, two young Chinese men reproduce artworks from artists that the gallery represents. The scattered tools, overalls, technical drawings and multiple fake works of art are evidence that they have been working there. Throughout Axel Lieber’s show, the public are admitted to the workshop.
Fotos: Christian Krinninger
AUFTRAG 27
Überwachung der Kunstakademie München in Zusammenarbeit mit Carsten Recksik München 2005.
Was passiert eigentlich so an Kunstakademien in einem ganz normalen Semester? Stimmt das weitläufige Klischee, dass Kunststudenten ihre Freiheit ausnutzen
und kaum an ihrer Hochschule anzutreffen sind? Ist die wöchentliche Klassenbesprechung als einziger Pflichttermin zu wenig? Sind leerstehende Klassenateliers
und verwaiste Werkstätten wirklich der Normalfall? Und die Professoren? Hohe Gehälter und trotzdem kaum für ihre Studenten erreichbar, weil die eigene künstlerische Arbeit ungeheuer wichtig ist?
In einem leer stehenden Büro gegenüber der Akademie der bildenden Künste München wird ein Observierungsraum eingerichtet. Von hier aus wird die Hochschule über den Zeitraum von einem Jahr beschattet. Video- und Fotokameras sind auf den Haupteingang des Gebäudes gerichtet, die Innenräume verwanzt. Am Auto des Rektors ist ein Peilsender angebracht. Ein Spitzel unter den Professoren wird verkabelt um zu erfahren, worum es in Senatssitzungen wirklich geht.
Während der Jahresausstellung 2005 wird dem interessierten Publikum Zutritt zum Observierungsraum gewährt. Zu sehen ist gesammeltes Bildmaterial, Fundstücke
aus dem Akademiealltag. Pläne und Zeichnungen der Gebäude. Aber auch Spuren des täglichen Lebens im Überwachungsraum. Das Abspielen von Tonaufnahmen wurde nach einer Vorladung zur Rektoratssitzung untersagt, da Senatssitzungen nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden dürfen.
Einige Professoren zogen das Einschalten eines Rechtsanwalts in Erwägung. Sie fühlten sich in ihrer Privatsphäre gestört.
„Ich sehe ja aus, wie wenn ich gerade aus dem Urlaub komme!”
In Zusammenarbeit mit Carsten Recksik
München 2005
MISSION 27
What actually happens at art academies in a normal term? Is the popular cliché true that art students make use of their freedom and are scarcely found at college?
Is obligatory attendance only at the weekly class discussion too little? Are empty class studios and abandoned workshops really the norm?
And what about the professors? High salaries, and yet rarely accessible to students because their own artistic work is far too important?
An observation post is set up in an empty office opposite the Academy of Fine Arts in Munich. From here, the college is closely watched for a period of a year.
Video and photographic cameras are directed at the main entrance to the building, the inner rooms are bugged, and a tracking device is attached to the Principal‘s car.
An informer among the professors is wired up so as to discover what really goes on at sessions of the Senate.
During the 2005 annual exhibition, members of the public are admitted to the observation room. On show is all the pictorial material, found objects from everyday academic life,
plans and drawings of the building, but also a record of daily life in the surveillance room. Playing the tape recordings was forbidden after a summons to the Principal‘s Office,
as sessions of the Senate can only take place with the public excluded. Some of the professors considered bringing a lawyer in, feeling it was an intrusion on their private sphere.
"I look as if I‘d just come back from holiday!"
In collaboration with Carsten Recksik
Munich 2005
Fotos: Philip Metz
Überwachung der Kunstakademie München in Zusammenarbeit mit Carsten Recksik München 2005.
Was passiert eigentlich so an Kunstakademien in einem ganz normalen Semester? Stimmt das weitläufige Klischee, dass Kunststudenten ihre Freiheit ausnutzen
und kaum an ihrer Hochschule anzutreffen sind? Ist die wöchentliche Klassenbesprechung als einziger Pflichttermin zu wenig? Sind leerstehende Klassenateliers
und verwaiste Werkstätten wirklich der Normalfall? Und die Professoren? Hohe Gehälter und trotzdem kaum für ihre Studenten erreichbar, weil die eigene künstlerische Arbeit ungeheuer wichtig ist?
In einem leer stehenden Büro gegenüber der Akademie der bildenden Künste München wird ein Observierungsraum eingerichtet. Von hier aus wird die Hochschule über den Zeitraum von einem Jahr beschattet. Video- und Fotokameras sind auf den Haupteingang des Gebäudes gerichtet, die Innenräume verwanzt. Am Auto des Rektors ist ein Peilsender angebracht. Ein Spitzel unter den Professoren wird verkabelt um zu erfahren, worum es in Senatssitzungen wirklich geht.
Während der Jahresausstellung 2005 wird dem interessierten Publikum Zutritt zum Observierungsraum gewährt. Zu sehen ist gesammeltes Bildmaterial, Fundstücke
aus dem Akademiealltag. Pläne und Zeichnungen der Gebäude. Aber auch Spuren des täglichen Lebens im Überwachungsraum. Das Abspielen von Tonaufnahmen wurde nach einer Vorladung zur Rektoratssitzung untersagt, da Senatssitzungen nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden dürfen.
Einige Professoren zogen das Einschalten eines Rechtsanwalts in Erwägung. Sie fühlten sich in ihrer Privatsphäre gestört.
„Ich sehe ja aus, wie wenn ich gerade aus dem Urlaub komme!”
In Zusammenarbeit mit Carsten Recksik
München 2005
MISSION 27
What actually happens at art academies in a normal term? Is the popular cliché true that art students make use of their freedom and are scarcely found at college?
Is obligatory attendance only at the weekly class discussion too little? Are empty class studios and abandoned workshops really the norm?
And what about the professors? High salaries, and yet rarely accessible to students because their own artistic work is far too important?
An observation post is set up in an empty office opposite the Academy of Fine Arts in Munich. From here, the college is closely watched for a period of a year.
Video and photographic cameras are directed at the main entrance to the building, the inner rooms are bugged, and a tracking device is attached to the Principal‘s car.
An informer among the professors is wired up so as to discover what really goes on at sessions of the Senate.
During the 2005 annual exhibition, members of the public are admitted to the observation room. On show is all the pictorial material, found objects from everyday academic life,
plans and drawings of the building, but also a record of daily life in the surveillance room. Playing the tape recordings was forbidden after a summons to the Principal‘s Office,
as sessions of the Senate can only take place with the public excluded. Some of the professors considered bringing a lawyer in, feeling it was an intrusion on their private sphere.
"I look as if I‘d just come back from holiday!"
In collaboration with Carsten Recksik
Munich 2005
Fotos: Philip Metz
ILLEGALES AUTORENNEN ÜBER 100 METER
Mit den VIP-Fahrzeugen des Haus der Kunst in München bestreiten R. Schumacher und C. Recksik, Studenten der Klasse Metzel an der Akademie der bildenden Künste, auf der Ludwigstrasse vor dem Bayerischen Innenministerium in München ein illegales Autorennen. Ohne Wissen der Direktion des Haus der Kunst werden die Wagen am Morgen des 07.12.2004 entwendet. Start des Rennens ist der Odeonsplatz, das Ziel liegt 100 m weiter stadtauswärts an der Ecke Von-der-Tann-Strasse und Ludwigstrasse. Es geht um Ruhm und Ansehen in der Akademie der bildenden Künste.
Jeder Besucher war aufgefordert eine Kamera mitzubringen und damit das Rennen zu dokumentieren. C. Recksik gewinnt das Rennen um eine halbe Wagenlänge.
R. Schumacher zweifelt anschließend an der Baugleichheit der Wagen.
München, 2004
ILLEGAL 100 METER CAR RACE
An illegal motor race was staged by R. Schumacher and C. Recksik, students of O. Metzel’s class at the Academy of Fine Arts, outside the Home Office in Munich’s Ludwigstrasse, using VIP vehicles belonging to the Haus der Kunst. The vehicles were purloined without the Haus der Kunst management’s knowledge on the morning of 7 th Dec. 2004. The start of the race was Odeonsplatz, the finishing line is 100 metres further at the corner of Von-der-Tann-Strasse and Ludwigstrasse. The race was for the fame and glory of the Academy of Fine Arts.
Each visitor was asked to bring a camera and document the race.
C. Recksik wins the race, R, Schumacher subsequently querying where the structure of the cars is identical.
Munich, 2004
Fotos: Johanna Zey, Fabian Hesse, Philip Metz, NIko Jaeger
Mit den VIP-Fahrzeugen des Haus der Kunst in München bestreiten R. Schumacher und C. Recksik, Studenten der Klasse Metzel an der Akademie der bildenden Künste, auf der Ludwigstrasse vor dem Bayerischen Innenministerium in München ein illegales Autorennen. Ohne Wissen der Direktion des Haus der Kunst werden die Wagen am Morgen des 07.12.2004 entwendet. Start des Rennens ist der Odeonsplatz, das Ziel liegt 100 m weiter stadtauswärts an der Ecke Von-der-Tann-Strasse und Ludwigstrasse. Es geht um Ruhm und Ansehen in der Akademie der bildenden Künste.
Jeder Besucher war aufgefordert eine Kamera mitzubringen und damit das Rennen zu dokumentieren. C. Recksik gewinnt das Rennen um eine halbe Wagenlänge.
R. Schumacher zweifelt anschließend an der Baugleichheit der Wagen.
München, 2004
ILLEGAL 100 METER CAR RACE
An illegal motor race was staged by R. Schumacher and C. Recksik, students of O. Metzel’s class at the Academy of Fine Arts, outside the Home Office in Munich’s Ludwigstrasse, using VIP vehicles belonging to the Haus der Kunst. The vehicles were purloined without the Haus der Kunst management’s knowledge on the morning of 7 th Dec. 2004. The start of the race was Odeonsplatz, the finishing line is 100 metres further at the corner of Von-der-Tann-Strasse and Ludwigstrasse. The race was for the fame and glory of the Academy of Fine Arts.
Each visitor was asked to bring a camera and document the race.
C. Recksik wins the race, R, Schumacher subsequently querying where the structure of the cars is identical.
Munich, 2004
Fotos: Johanna Zey, Fabian Hesse, Philip Metz, NIko Jaeger
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